Original NASA-Aufnäher Apollo 13
stap013
Original NASA-Aufnäher

Größe: 10 cm

Daten zur Mission:
Start: 11. April 1970
Startrampe: Launchpad 39 A
Trägersystem: Saturn V
Kommandomodul: CSM-109 (Odyssey)
Mondlandefähre: LM-7 (Aquarius)
Crew: James A. Lovell Jr. (Commander), John L. Swigert Jr. (Commando module pilot), Fred W. Haise (Lunar module pilot)
BackUp Crew: Eugene A. Cernan (Commander), Ronald E. Evans (Command mudule pilot), Joe H. Engle (Lunar module pilot)
Nutzlast: Apollo CSM 109 & LM-7
Orbit & Mond:Explosion an Bord des Kommandomoduls nach 55 Stunden und 47 Minuten Missionsdauer in 200.000 Meilen Entfernung von der Erde verhinderte eine Landung auf dem Mond -Umstieg der gesamten Crew in die Mondlandefähre - Ein Orbit um den Mond, danach Rückflug zur Erde
Landung: 17. April 1970

Die Apollo 13 Mission startete am 11. April 1970 um 2:13 Uhr p.m (EST) von Startrampe 39 A, Kennedy Space Center. Die Besatzung bestand aus James A. Lovell Jr. (Commander) 4 Mission (Gemini VI, Gemini XII, Apollo 8), John L. Swigert Jr. (Command module pilot, erste Mission) und Fred W. Haise Jr. (Lunar module pilot,erste Mission). Apollo 13 sollte die dritte bemannte Landung auf dem Mond berwerkstelligen, jedoch ereignete sich auf dem Hinflug zum Erdtrabanten nach 56 Stunden Missionsdauer eine Explosion an Bord des Service-Moduls. Hierbei verlor das Modul den Flüssigsauerstoff als auch die lebensnotwendige Energie, die den Sauerstoff herstellte als auch lebenswichtiges Wasser.

Apollo 13 funktionierte bis zur Explosion an Bord einwandfrei. Auch stand die Mission nicht mehr so im Rampenlicht der Öffentlichkeit, die Menschen hatten sich schon an die Ausflüge der Amerikaner auf den Mond gewöhnt. Die Explosion wurde eingeleitet, als die Lüfter des Flüssigsauerstofftanks Nummer 2 eingeschaltet wurden. Nach zwei Sekunden ereignete sich ein Kurzschluss, der das Ventil von Treibstoffzelle 3 zu früh öffnete. Dadurch entstand ein Überdruck von 1008 psi. Der Druck baute sich weitere 9 Sekunden auf, bevor die Zellen den Druck nicht mehr ausgleichen konnten. Ein dumpfer Schlag erschütterte das Raumschiff und die Instrumente spielten verrückt.

Die Schweißnaht am Tank riss auf und die Daten, die normalerweise zur Bodenkontrollstation in Houston gesendet wurden, rissen ab. Nachdem sich James Lovell und die Besatzung vom ersten Schreck erholt hatten, meldete er zur Bodenstation: 'Houston, we´ve had a problem!' (Houston, wir haben ein Problem.). Obwohl man den Grund noch nicht kannte, welches Problem sich an Bord von Apollo 13 ereignet hatte, sah man binnen Minuten die Ausmaße: Die Energie des Raumschiffes sank gegen null, Sauerstoff verflüchtigte sich ins All und das Raumschiff begann mit schlingernden Bewegungen seinen Kurs fortzuführen. Nach manuellen Kurskorrekturen konnte das Raumschiff wieder auf seine ursprüngliche Bahn gebracht werden und man versuchte sich einen ersten Überblick über die Auswirkungen der Explosion zu verschaffen. Lovell bemerkte am Fenster, daß das Service-Modul ein Gas ins All verlor, schnell war man sich darüber im Klaren, daß es sich wohl um Sauerstoff handeln musste.

Nun war guter Rat teuer. Die Bodenstation errechnete, dass sämtliche Energie als auch Sauerstoff des Kommandomoduls verloren ging. Dies bedeutete, dass die Astronauten keinerlei Möglichkeiten mehr besaßen, ihre Mission, eine Landung auf dem Mond zu vollziehen, fortsetzen konnten. Ursprünglich war eine Landung im sogenannten Fra Mauro Atoll vorgesehen. Nun musste gehandelt werden. Binnen einer halben Stunde wurde die Mondlandefähre einsatzbereit gemacht. Sie sollte als Rettungsboot dienen, damit die Astronauten eine reale Überlebenschance besaßen. Nachdem die Mondlandefähre eingerichtet war, schalteten sie die restliche verbleibende Energie des Kommandomodules aus und zogen zu dritt in die Fähre um. Nun wurde es dunkel an Bord. Energie musste gespart werden also schaltete man alle Systeme aus, die nicht dringend benötigt wurden. Es wurde eisig kalt, weil auch die Heizung an Bord ausgeschaltet werden musste.

Energie zu sparen war die erste Devise, da man für den Wiedereintritt in die Erdatmosphäre dringend Elektrizität als auch Sauerstoff benötigte. In der Bodenkontrollstation arbeitete man fieberhaft an einem Plan, die Astronauten zur Erde zurück zu holen. Eine Umkehr war an diesem Punkt nicht mehr möglich, da sie sich schon zu weit draußen befanden. Also entschloss man sich dazu, um den Mond herum zu fliegen und danach mittels des Haupttriebwerkes den Rückschuss zur Erde einzuleiten. Dies war die einzige Möglichkeit, die Astronauten zu retten.

Schlagartig verfolgten auf der Erde wieder Millionen von Menschen die Geschehnisse während der Mission. Es gab in diesen Tagen nur ein einziges Thema: Würden die Astronauten heil und gesund zur Erde zurückkehren? Die Chancen standen eigentlich nicht schlecht. Auch wenn Energie und Sauerstoff fehlten, hatte man den Astronauten durchaus bescheinigt, daß sie in der Mondlandefähre eine reale Überlebenschance hätten. Nun gesellte sich jedoch noch ein anderes Problem hinzu. Die Mondlandefähre war nur für zwei Astronauten konzipiert. Der Kohlendioxidgehalt der Umgebung stieg bedrohlich, weil die Filter die Atemluft von nun an für drei Astronauten zu reinigen hatten. Wieder begann in der Kontrollstation heftiges Treiben.

Die Kohlendioxidfilter des Kommandomodules waren rund, die der Mondlandefähre eckig, und somit musste man sich schnellstmöglich etwas einfallen lassen, den aufgebrauchten Filter in der Mondlandefähre auszuwechseln. Nach fieberhaften Versuchen in Houston präsentierte man den umgebauten Filter des Kommandomodules, und die Astronauten in der Mondladefähre bekamen die Anweisungen, wie sie es schaffen konnten den Filter zu ersetzen. Eine Bastelstunde unter genauen Anleitungen der Bodenkontrollstation begann und nach einer halben Stunde befestigten sie den umgebauten Filter in der Mondladefähre. Und es brachte den gewünschten Effekt: Der Kohlendioxidspiegel der Atemluft sank wieder auf normale Werte zurück.

Nun stand der Reise zurück nichts mehr im Wege. 5 Tage des Bangens und der Wille von vielen Ingenieuren brachte die Apollo 13 Crew wohlbehalten zur Erde zurück. Wegen fehlender Energie musste Commander Lovell den Endanflug manuell fliegen, da keinerlei Energien vorhanden waren, um die Bodenstation diese Aufgabe zu bewerkstelligen zu lassen. Nach 5 Tagen und 22 Stunden landete die Kommandokapsel und die Astronauten waren in Sicherheit.Die Apollo 13 Mission stand schon von zu Beginn an auf sehr 'wackeligen Füßen'. Ob dies nun in der Mystik der Zahl '13' lag, wird nie beantwortet werden. Tage vor dem Start erkrankte der Backup Lunar Module Pilot Charlie Duke an Masern. Der ursprünglich geplante Pilot der 13. Mission, Ken Mattingly wurde aus dem Team geholt, da bei ihm keine Antikörper gegen Masern festgestellt wurden und es der Kontrollstation ein zu großes Risiko darstellte, Mattingly auf die Reise zum Mond zu schicken. Für ihn sprang Jack Swigert Jr. ein. Es war sein erster Ausflug ins All und es kam zu Unstimmigkeiten mit Lovell und Haise, weil sie meinten, Swigert sei noch nicht so weit. Jedoch wurde der Start aus diesem Grund nicht verschoben und Swigert wurde Teil der Mannschaft und hatte die Aufgabe, das Kommandomodul zu fliegen. Während des Starts bemerkten die drei Astronauten nach 5 einhalb Minuten eine kleine Vibration.

Ein Antrieb der ersten Stufe schaltete zwei Minuten zu früh ab. Dadurch musste man die erste Stufe 34 Sekunden länger brennen lassen als vorgesehen, um dies auszugleichen. Die zweite Stufe musste somit insgesamt 9 Sekunden länger brennen, um das Apollo Raumschiff in den Erdorbit zu befördern. Nach diesem Problem stellte der Flug von Apollo 13 eine Routine dar. Kritiker behaupteten später, daß genau dieses Gefühl der Routine die Katastrophe herbeigeführt hätte. Systemchecks seien nicht gründlich genug vollzogen worden, man hätte wegen der Routine die Sicherheitsbestimmungen nicht eingehalten. Schon beim Einbau der Tanks in das Servicemodul von Apollo 13 sei es zu Problemen gekommen, auf die aber im Nachhinein niemand hingewiesen hatte. Später wurde der Flug als einer der größten Pannen der Raumfahrt bezeichnet, der durch menschliches Versagen herbeigeführt worden sei. Sicherheitsbestimmungen wurden geändert, damit es bei nachfolgenden Flügen nicht zu solchen Problemen kommen konnte.


ArtNr.: stap013
8,70 €

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